Rubrikübersicht | Impressum | 21. Juni 2024


Leserbriefe

Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Baden-Württemberg: Tarifeinigung erzielt

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In Sindelfingen einigten sich heute die Verhandlungskommissionen von ver.di und Arbeitgebern in sechster Runde auf eine Tarifvereinbarung zu neuen Gehältern, Löhnen und Ausbildungsvergütungen für die rund 490.000 Beschäftigten des baden-württembergischen Einzel- und Versandhandels.

Die erzielte Einigung sieht Erhöhungen der Entgelte in drei Stufen vor:
• Ab 1. September 2023: 5,3 %
• Ab 1. April 2024: 4,7 %
• Ab 1. April 2025: Anhebung um einen Festbetrag in Höhe von 40 € (Azubis: 20 €) und zusätzlich um weitere 1,8%
• Im August/September 2024: Einmalige Zahlung einer (steuer- und abgabenfreien) Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000 €, Teilzeitkräfte erhalten die Zahlung anteilig, Azubis bekommen 500 €. Die Zahlung kann nicht mit gezahlten oder bereits zugesagten Inflationsausgleichsprämien verrechnet werden.
• Ab Januar 2025: Erhöhung des jährlich einmalig zustehenden tariflichen Altersvorsorgebetrages um 120 € (bislang: 300 €); Azubis: 60 € (bislang: 150 €).
• Die Laufzeit beträgt 36 Monate (1. April 2023 bis 31. März 2026).
Es wurde eine Widerrufsfrist bis zum 20. Juni 2024 vereinbart.

Die ver.di-Verhandlungskommission stimmte dem Tarifergebnis mit großer Mehrheit zu. Ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger: „Die nun vereinbarten Tariferhöhungen ergeben kräftige, zweistellige Entgeltsteigerungen. In der maßgeblichen Gruppe der Verkäuferinnen und Verkäufer, in der sich ca. 2/3 der Einzelhandelsbeschäftigten befinden, beträgt die tabellenwirksame Anhebung 13,7 %. In den unteren Entgeltgruppen ergeben sich sogar Tarifsteigerungen bis zu 15,6 %. Mit dem nun erzielten Tarifergebnis können wir sehr zufrieden sein."
Mit über 14 Monaten Dauer - die Tarifverträge wurden zum 31.03.2023 gekündigt - geht eine der längsten und härtesten Tarifrunden des Einzelhandels Baden-Württemberg zu Ende.
Am 20. Juni wird die Große Tarifkommission von ver.di über die Annahme des heute erzielten Tarifergebnisses beraten.


PM/ver.di

07.06.2024

· Neben dem Preis ist das Angebot entscheidend: Das 49-Euro-Ticket wird nur da gekauft, wo auch im ausreichenden Maße Busse und Bahnen fahren. Das ist insbesondere im ländlichen Raum allzu oft nicht der Fall. Daher fordert das Bündnis, dass der öffentliche Nah- und Regionalverkehr in der Stadt und mehr noch auf dem Land ausgebaut und barrierefrei wird. Dafür müssen Bund und Länder stärker in die Finanzierungsverantwortung für den gesamten ÖPNV gehen. Der kommunale ÖPNV ist heute in seinem Bestand bedroht, weil die Kommunen mit der Finanzierung allein gelassen werden. Wenn der Ausbau- und Modernisierungspakt von Bund und Ländern ein leeres Versprechen bleibt, werden die steigenden Kosten für Instandhaltung, Betrieb und attraktive Arbeitsbedingungen im ÖPNV für einen Rückbau sorgen statt für einen Ausbau.
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