Leserbriefe
ver.di Baden-Württemberg ruft im öffentlichen Dienst der Länder unmittelbar vor der zweiten Verhandlungsrunde zu weiteren Warnstreiks auf.
Nachdem bereits vor Weihnachten an den beiden Staatstheatern in Stuttgart und Karlsruhe gestreikt wurde, ruft die Gewerkschaft am Dienstag im Raum Esslingen und am Mittwoch in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim zu Arbeitsniederlegungen auf. ver.di rechnet insgesamt mit mehreren hundert Streikenden. Betroffen sind vor allem die jeweiligen Universitäten, Hochschulen und Studierendenwerke sowie weitere Einrichtungen des Landes.
Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind keine überflüssige Bürokratie, sie sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Wir erwarten von den Arbeitgebern am Donnerstag ein klares Bekenntnis zu ihrem Personal. Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, darf nicht den öffentlichen Dienst schwächen."
Warnstreik am Dienstag in Esslingen:
Landesamt für Denkmalpflege, Hochschule Esslingen.
Kleine Kundgebung in Esslingen am 13.1. um 10:00 Uhr am Rathausplatz.
Universität Tübingen, Studierendenwerk Tübingen, KBF Tübingen, Vermögen und Bau BW Tübingen, Regierungspräsidium Tübingen, Landesamt für Denkmalpflege, Landestheater Tübingen.
Kundgebung in Tübingen am 14.1. um 10:00Uhr am Geschwister-Scholl-Platz vor der Uni.
Unter anderem KIT, Regierungspräsidium und weitere Dienststellen.
Demo Mittwoch, 14.1.26 ab 09:00 Uhr, Start Studierendenwerk KA (Adenauerring/Engesserstraße), Kundgebung ca. 10:00 Uhr ver.di Haus - Rüppurrer Str. 1a, 76137 Karlsruhe.
Unter anderem Universität, Technische Hochschule und Studierendenwerk Mannheim, DHBW.
11 Uhr Treffpunkt Uni, 12 Uhr Kundgebung Marktplatz, 13 Uhr Demo zum Gewerkschaftshaus.
ver.di führt die Länder-Tarifrunde als Verhandlungsführerin auch für die DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für rund 925.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) haben am 3. Dezember 2025 in Berlin begonnen. Weitere Verhandlungsrunden sind am 15./16. Januar und am 11./12. Februar. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie auf die knapp eine Million Versorgungsempfänger:innen.
In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt gut 110.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 194.000 indirekt betroffene Beamt:innen.
Allein bei den sieben Zentren für Psychiatrie arbeiten an neun Standorten rund 10.000 Beschäftigte. Für die Beschäftigten der vier Uniklinika gilt ein eigenständiger Tarifvertrag.
PM
· Kundgebung zum Internationalen Frauen*kampftag in Pforzheim
· Weltverbrauchertag am 15. März
· ver.di ruft bei der AOK Baden-Württemberg am Donnerstag erneut zu Warnstreiks auf
· Tarifeinigung im kommunalen ÖPNV
· ver.di Baden-Württemberg zum Ausgang der Landtagswahl in Baden-Wüttemberg