Rubrikübersicht | Impressum | 15. März 2026


Leserbriefe

Tarifrunde kommunaler Nahverkehr in Baden-Württemberg

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Weichen stellen für die Zukunft des ÖPNV
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Im Januar 2026 beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 6.500 Beschäftigten in den sieben kommunalen Nahverkehrsbetrieben in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz zwischen ver.di Baden-Württemberg und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV). Die Gewerkschaft fordert unter anderem die Anhebung des Nachtzuschlags, des Sonntagzuschlags, Zulagen entsprechend der individuellen Entgeltstufe, eine Anhebung des Überstundenzuschlags sowie eine Anhebung des Samstagszuschlags. Die Forderungen wurden heute am frühen Nachmittag beim KAV übergeben.

Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Wir werden nicht auf richtige Tarifpolitik verzichten, weil eine falsche Steuerpolitik den Kommunen dringend benötigte Mittel vorenthält. Das Beispiel Bahn zeigt, wie tief Qualität und Zuverlässigkeit sinken können, wenn einmal der falsche Sparkurs eingeschlagen wurde. Bewahren wir den kommunalen Nahverkehr vor diesem Schicksal."

Jan Bleckert, ver.di Verhandlungsführer: „Ein attraktiver ÖPNV braucht attraktive Arbeitsbedingungen, sonst bricht das Personal weg. Für geleistete Mehrarbeit braucht es auch wirklich mehr Bezahlung. Für zusätzliche Belastungen im Schichtdienst braucht es faire Zuschläge. Wenn der Ausnahmebetrieb zur Regel wird, machen die Zuschläge den Unterschied."

Aktuell liegt der Stundenlohn für Überstunden ohne Zuschläge unterhalb des regulären Stundenlohns. Faktisch ist deshalb Mehrarbeit für die Arbeitgeber billiger als zusätzlicher Personaleinsatz.

Bleckert: „Das öffnet Tür und Tor für Überstunden ohne Ende."

In allen 16 Bundesländern ist heute der Auftakt der Tarifrunden zu den Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr. Betroffen sind bundesweit knapp 150 kommunale Unternehmen in ebenso vielen Städten und Landkreisen sowie in den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Um neu verhandeln zu können, wurden in 15 Bundesländern die Flächentarifverträge über die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gekündigt, zudem die Haustarifverträge der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). In Brandenburg, Thüringen und dem Saarland werden zusätzlich die Löhne und Gehälter der Beschäftigten verhandelt.
PM

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