Leserbriefe
Die AGFK-BW (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V.) fordert gemeinsame Anstrengungen zur Umsetzung der Vision Zero 2030 und stellt konkrete Maßnahmen dafür vor. Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe - und sie gelingt nur, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten.
Die AGFK-BW (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V.) fordert gemeinsame Anstrengungen zur Umsetzung der Vision Zero 2030 und stellt konkrete Maßnahmen dafür vor.
Stuttgart, 05.09.2025: Mit dem Start ins neue Schuljahr sind wieder tausende Kinder auf Gehwegen, Radwegen und Straßen vor und im Umkreis von Schulen unterwegs. Gerade die Jüngsten sind im Straßenverkehr oft unsicher, reagieren spontaner und können Entfernungen oder Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen. Deshalb gilt jetzt mehr denn je: Alle Verkehrsteilnehmenden tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Kinder sicher und entspannt in der Schule ankommen.
„Der Schulweg ist nicht nur ein Transport von A nach B - er ist ein wichtiger Lern- und Entwicklungsraum. Kinder lernen dabei Selbstständigkeit, Orientierung, das Einschätzen von Verkehrssituationen und soziales Verhalten", betont Günter Riemer, Vorstandsvorsitzender der AGFK-BW. „Wenn wir ihnen sichere Rahmenbedingungen geben, fördern wir nicht nur ihre physische Sicherheit, sondern auch ihr Selbstbewusstsein."
„Im Jahr 1990 starben fast fünfmal so viele Kinder und doppelt so viele Kinder verletzten sich im Straßenverkehr wie heute im Land Baden-Württemberg. Dieser Abwärtstrend hält aktuell weiterhin an!", freut sich Riemer. „Doch von der Vision Zero, also keine schweren oder tödlichen Verkehrsunfälle, sind wir noch weit entfernt. Die AGFK-BW legt konkrete Vorschläge vor, wie wir die Realisierung schneller voranbringen und Kindern eine selbstständige, sichere Teilnahme am Straßenverkehr ermöglichen."
Erfolgreiche Projekte wie die proaktive Einrichtung von Elternhaltestellen sowie Querungsstellen für selbstaktive Schulwege müssen verstetigt werden. Auf dem Schulgelände sollten Fahrräder und Tretroller sicher abgestellt werden können. Die AGFK-BW unterstützt außerdem die Einrichtung von Schulstraßen unter aktiver Beteiligung der Schulen, um Gefährdungen im Schulumfeld auf ein Minimum zu reduzieren.
Das AGFK-BW-Positionspapier zeigt die Handlungsspielräume auf Bundes- und Landesebene, in Kommunen und in Schulen auf. Es benennt konkrete Vorschläge und wirksame Maßnahmen für eine konsequente Vision-Zero-Strategie durch die Zusammenarbeit insbesondere in den Handlungsfeldern: Infrastruktur und planerische Maßnahmen, regulatorische Maßnahmen, und Verkehrskompetenz von klein auf und ein faires Miteinander.
Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe - und sie gelingt nur, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten.
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