Rubrikübersicht | Impressum | 08. September 2026


Leserbriefe

Am Sonntag Warnstreik im Ulmer ÖPNV

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ver.di ruft am Sonntag, 29. März, zu einem ganztägigen Warnstreik von Dienstbeginn bis Dienstende bei der SWU mobil in Ulm auf.

Die Gewerkschaft rechnet damit, dass der Fahrdienst den ganzen Tag in Ulm und Umgebung weitestgehend ausfällt. Nicht betroffen von dieser Tarifrunde sind andere Gesellschaften der Stadtwerke Ulm sowie die SWU Verkehr. ver.di will mit diesem ersten Streiktag in der laufenden Entgeltrunde Bewegung in die Verhandlungen bringen.

Friederike DeCoite, ver.di Verhandlungsführerin: „In Ulm werden Fahrerinnen und Fahrer im ÖPNV für die gleiche Arbeit im gleichen Konzern unterschiedlich bezahlt. Wir wollen diese Spaltung der Belegschaft beenden und endlich eine Entlohnung erreichen, die die besonderen Belastungen im Fahrdienst berücksichtigt. Es gibt keinen Grund für schlechtere Arbeitsbedingungen in Teilen des kommunalen Nahverkehrs in Ulm als im Rest des Landes."

Mit der Entscheidung, diesen ersten Warnstreik am verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen, will ver.di spürbaren Druck auf die Arbeitgeber ausüben und gleichzeitig den Berufs- und Schulverkehr noch nicht belasten.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Fahrdienstzulage von 13 Prozent, fünf Prozent Nahverkehrszuschlag sowie eine Lehrfahrerzulage von zehn Euro um eine Angleichung der Gehälter im Konzern zu erreichen.

Die Arbeitgeberseite hat in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot gemacht und lediglich mitgeteilt, dass sie keinen Bedarf für die geforderten Zulagen sieht und allenfalls über die Lehrfahrerzulage reden würde. Die Friedenspflicht endete am 28. Februar 2026. Betroffen sind 174 173 Beschäftigte bei der SWU mobil, einer hundertprozentigen Tochter der kommunalen Stadtwerke Ulm.

Die nächste Verhandlungsrunde ist am 16. April.
PM/ver.di

28.03.2026

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