Rubrikübersicht | Impressum | 10. Oktober 2026


Leserbriefe

Schützt unser Wasser!: Breites Bündnis protestiert vor der Agrarministerkonferenz

Bild: -----  Das Wir haben es satt!-Logo zeigt einen Grünen Teller mit Gabel und der Aufschrift "Wir haben es satt!"

----- Das Wir haben es satt!-Logo zeigt einen Grünen Teller mit Gabel und der Aufschrift "Wir haben es satt!"


Landwirtschaft und Zivilgesellschaft demonstrieren gemeinsam für mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz. Ihre Botschaft: „Wir haben Überdüngung und Pestizide satt!"


Das Wasser wird knapp. Hitze und Dürre sind für viele Landwirt*innen eine existenzielle Bedrohung. Während die Bundesregierung beim Klimaschutz die Hände in den Schoß legt und dem Höfesterben tatenlos zusieht, gibt es wachsende Probleme für unser Wasser und unsere Lebensmittelproduktion: Überdüngung und Pestizide belasten Gewässer und Ökosysteme, und das hat gravierende Folgen für Gesundheit, Klima und Biodiversität. Die geplante Deregulierung des Düngerechts und der Pestizidzulassung droht diese Situation zusätzlich zu verschärfen. Bereits jetzt trägt die Allgemeinheit die erhöhten Kosten für die Aufbereitung unseres Trinkwassers. Beim Treffen der Agrarminister*innen von Bund und Ländern in Würzburg fordert das „Wir haben es satt!"-Bündnis daher: „Schützt unser Wasser! Wir haben Überdüngung und Pestizide satt!"

„Wasser ist die Grundlage allen Lebens", betont Ivonne Stresius, die als Lebensmittelchemikerin und Umweltingenieurin arbeitet und beim NABU aktiv ist. „Durch Überdüngung kommen Stoffe in unsere Gewässer, die zu Sauerstoffmangel und letztlich Artensterben führen. Zugleich ist die Stickstoffverbindung Nitrat ab einer bestimmten Menge gesundheitsschädigend für uns Menschen. Und auch Pestizide schädigen Pflanzen und Tiere in Gewässern. Die Agrarministerinnen und -minister müssen sich für mehr Gewässerschutz einsetzen!" Ähnlich sieht es Thorsten Block, Bio-Landwirt und Vorstandsvorsitzender von Biokreis: „Ohne Wasser können wir keine Lebensmittel erzeugen. Wichtig ist, dass wir gesunde Böden haben, die das Regenwasser aufnehmen, speichern und filtern können. An die Agrarministerinnen und -minister: Schützt unser Wasser! Schafft Rahmenbedingungen für eine Landwirtschaft, die unsere Böden gesund hält. Und stärkt die Betriebe, die Wasser und Böden schützen!"

Das Bündnis kritisiert den als „Bürokratieabbau" beschönigten Abbau von Schutzstandards, den unter anderem Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) vorantreibt. Konkret fordert „Wir haben es satt!" beim Thema Überdüngung:

Überdüngung stoppen und Nitratbelastung reduzieren
Verursacherprinzip auf Basis einer betrieblichen Nährstoffbilanz umsetzen und Verschmutzung sanktionieren
Weniger Tiere besser halten

PM

 

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