Demokratie und Aktion
v.l. Christof Grosse (IgR), Gerhard und Brigitte Brändle (Foto: ron)
Anlässlich des 81. Jahrestags der Bombardierung Pforzheim fand an der Bahnhofstrasse eine Kundgebung der Initiative gegen rechts statt.
IgR-Sprecher Christof Grosse begrüsste die rund fünfzig Teilnehmer , darunter auch die Omas gegen Rechts. Das Ehepaar Gerhard und Brigitte Brändle zeigten auf mitgebrachten Fotos Schicksale von Menschen auf, die sich der Nazi-Barbarei widersetzten, dafür mit Schikanen, Verfolgung und Inhaftierung rechnen mussten. Darunter war auch der religiöse August Weik, Inhaber einer bekannten Bettengeschäftes, der Gewerkschafter Karl Schroth, Friedrich Burger (Zeugen Jehovas) , der Spanienkämpfer, Gewerkschafter und Kommunist Adolf Baier, der in den Internationalen Brigaden im Tschapajew-Bataillon gegen General Francos Soldaten kämpfte. Bekanntlich zerstörte die Legion Condor, eine illegale Freischärlergruppe der Nazis 1937 bei einem Luftangriff mit 1.654 Toten die baskische Stadt Gernika, heute Partnerstadt von Pforzheim. Auch ein Physiker leistete als Informant der Allierten wertvolle Arbeit mit seinem Oslo-Report die geheimen Pläne der Nazis, z.B. zu Rüstungsprojekten wie der V2-Vernichtungsrakete, die auch mit Zündern aus Pforzheimer Produktion bestückt war. Er wurde nicht gefasst, erst nach seinem Tod nach dem 2. Weltkrieg wurde seine Identität aufgedeckt. Hans Ferdinand Mayer, der Verfasser des Dokuments , ist vielen Menschen bis heute kaum bekannt. Er riskierte alles und entkam nur knapp dem Tod im KZ. Auch die ehemalige Schülerin Oda Schottmüller wurde erwähnt, sie hatte nach ihrem Abschluß an der Kunst-und Werkschule in Pforzheim (heute FHG) zum Kreis um Harro Boysen in Berlin gehört, besser bekannt als "Rote Kapelle". Nach ihrer Enttarnung wurde sie und andere Mitglieder der Roten Kapelle vom Volksgerichtshof zum Tode durch das Fallbeil verurteilt, eine Ehrung in Form z.B. von einem Stolperstein oder einer Gedenktafel fehlt bis heute in Pforzheim. Christof Grosse sprach danach noch zum aktuellen Konflikt in der Ukraine, der sich am 24.02. 26 bereits zum viertenmal jährt, die Rüstungsausgaben sind stark angestiegen, es bestehe die Gefahr eines weiteren, weltweiten grösseren Konfliktes.
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