Oberkirch: PROGRESS als Beispiel: Leiharbeiter sämtlich gefeuert, Restbelegschaft auf Kurzarbeit
Das Progress-Werk in Oberkirch ist einer der größten Automobilzulieferer in der Region – und spürt die folgen der Absatzkrise im Automobilbereich unmittelbar. Die Folgen will man ohne Kurzarbeit bewältigen.

Matthias Mono, Personalleiter des Unternehmens, sprach auf Anfrage von einer "hoch dramatischen Lage". Das Auftragsvolumen sei im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 35 Prozent eingebrochen. Die weiteren Aussichten beschrieb er als höchst ungewiss: Das erste Quartal des neuen Jahres werde mit Sicherheit extrem schlecht laufen, und es sei höchst fraglich, ob im zweiten Quartal eine Änderung eintrete: "Es gibt kein Licht am Ende des Tunnels".

Das Oberkircher Unternehmen gehört dennoch nicht zu den Betrieben, die Kurzarbeit beantragt haben: Man werde auf die tarifvertraglichen Klauseln zur Beschäftigungssicherung zurückgreifen. Das bedeutet, dass die Wochenarbeitszeit der regulären Mitarbeiter auf bis zu 30 Stunden herunter gefahren werden kann. Darüber hinaus habe sich PWO von fast allen seiner 120 Leiharbeiter getrennt und eine vierwöchige Betriebsruhe bis zum 12. Januar beschlossen. Auch zuvor sei zum Teil nur vier Tage in der Woche gearbeitet worden.
Auch in Pforzheim wird z.Zt. "kürzer getreten," aber offenbar öffentlich nichts "breit getreten"...
Quelle: Badische Zeitung, 2.1.0905.01.2009
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