Rubrikübersicht | Impressum | 13. Juli 2026


Aktuelle Nachrichten

"Sozialversicherungsbeiträge senken, ALG II und Kindergeld erhöhen..."

Das fordert Götz W. Werner, Entrepreneur des Jahres und dm-Gründer, und er stellt klar: Eine
Mehrwertsteuersenkung wirkt nicht, ein Aussetzen dieser Konsumsteuer wäre ein
Weihnachtsgeschenk an die Reichen im Land.



Karlsruhe, 4. Dezember 2008. Das von einzelnen Managern, Beratern und Politikern geforderte
Reduzieren oder Aussetzen der Mehrwertsteuer ist aus Sicht von Götz W. Werner,
Leiter des Instituts für Entrepreneurship an der Elite-Universität Karlsruhe, eine Blendgranate:
„Eine Senkung der Mehrwertsteuer ist der völlig falsche Weg. Um zielgenau die Menschen
zu unterstützen, die sich zur Zeit beim Konsum zurückhalten müssen, müssen wir die
Sozialversicherungsbeiträge senken, das Kindergeld erhöhen und die ALG-II-Sätze anheben.“
Der Unternehmer Werner redet Klartext: „Wenn ausgerechnet Handelsmanager auf die Idee
kommen, die Konjunktur durch Mehrwertsteuersenkungen ankurbeln zu wollen, ist das praxisfern:
Als Händler weiß ich, dass diese Maßnahme viel zu spät bei den Verbrauchern ankommt,
weil der administrative Aufwand viel zu langwierig ist.“ Es sei auch nicht zu erwarten,
dass diese Absenkung vollumfänglich an die Bürger weitergegeben werde, kritisiert
Werner den Vorschlag des Metro-Vorstandsvorsitzenden. Auch bei der Mehrwertsteuererhöhung
Anfang 2007 seien nicht alle Preise gestiegen, und schon gar nicht über Nacht.
Als skurril bezeichnet der Gründer der dm-Drogeriemärkte den Vorschlag des „Preisberaters“
Hermann Simon im Manager Magazin, die Mehrwertsteuer im Dezember auszusetzen.
Werner dazu: „Im Grunde kann man froh sein, wenn Simon diesen absurden Vorschlag
macht, weil deutlich wird, dass eine Senkung der Mehrwertsteuer eine Steuersenkung an
der falschesten Stelle überhaupt ist. Die Geldelite wird begünstigt. Simon propagiert ein
Reichengeschenk, denn die Kroko-Handtasche für 10.000 Euro wird um bis zu 1900 Euro
günstiger. Aber nicht Lebensmittel, bei denen ohnehin der ermäßigte Steuersatz gilt.“
I
m Verteilen von Konsumgutscheinen sieht Götz Werner keine Lösung, sondern den Gestus
des absolutistischen Herrschers. „Der Staat hat nichts zu verschenken, sondern angesichts
der Finanzkrise die Aufgabe, die Abgaben der Bürger zu verringern, und zwar an den richtigen
Stellen.“ Götz Werner: „Erstens müssen wir die Sozialversicherungsbeiträge senken,
denn diese Maßnahme kommt jedem erwerbstätigen Menschen unmittelbar zugute. Und wir
reduzieren gleichzeitig die Lohnnebenkosten. Das stärkt die Wirtschaft direkt, insbesondere
den lohnintensiven Mittelstand, und es ermutigt Unternehmensgründer, weil in der Gründungsphase
die Anteile der Personalkosten besonders hoch sind“, erläutert Werner.
- 2 -
Werner, der Verfechter eines bedingungslosen Grundeinkommens, will aber nicht nur Abgabensenkungen
für Erwerbstätige: „Wir können Konsum direkt fördern, indem wir die Zuwendung
an die Arbeitslosengeld-II-Empfänger erhöhen, damit sich alle Menschen in
Deutschland zu Weihnachten einen Braten leisten können.“ Die beste Möglichkeit des Konsumimpulses
vor Weihnachten ist für Werner ein höheres Kindergeld. „Kinder sind die beste
Investition in die Zukunft. Mit einem höheren Kindergeld werden Eltern ihren Kindern Geschenke
kaufen, aber auch neue Kleidung. Oder sie nutzen das höhere Kindergeld für die
Ausbildung der Kinder. Dann profitiert die Gesellschaft doppelt“, meint Werner. Schließlich
habe schon Henry Ford gesagt, dass die Zukunft der Gesellschaft nicht an den Fließbändern,
sondern an den Schulbänken entschieden werde.
Weitere Informationen:
Interfakultatives Institut für Entrepreneurship
Universität Fridericiana, Karlsruhe
Prof. Götz W. Werner
Pressekontakt:
Herbert Arthen
Arthen Kommunikation GmbH
Telefon: (0721) 62514-0
Fax: (0721) 62514-90
E-Mail: h.arthen@arthen-kommunikation.de

07.12.2008

· Shoadenkmal erneut geschändet
· Radikale Abtreibungsgegner in Pforzheim wieder aktiv
· Neue Stele am Wallberg eingeweiht
· Strafbefehl gegen 39-jährigen Mann wegen judenfeindlicher Äusserungen erlassen
· Wartbergfreibad Pforzheim erhält neue Attraktion


Diskussion


mitdiskutieren
Name
Email*
Beitrag**
Spamcode
eingeben
1794
* die Emailadresse wird nicht veröffentlicht.
Datenschutz / Impressum